JU fordert Reform der Besteuerung von Kapitalerträgen

Der JU Kreisverband bereitet einen Antrag für die kommenden Versammlungen der Parteigliederungen vor. Darin wird die Abschaffung der pauschalen Kapitalertragssteuer gefordert und die Besteuerung von Kapitalerträgen anhand des persönlichen Einkommensteuersatzes vorgeschlagen. Einer der Hauptgründe für die Einführung zum 01.01.2009 war aus Sicht der JUler, mit einem geringeren Steuersatz die Kapitalflucht ins Ausland zu unterbinden und somit zumindest einen Teil des Steueraufkommens im Land zu behalten. Im Gegensatz zum Beginn des Jahrhunderts gäbe es heute jedoch weitreichende Möglichkeiten und auch den politischen Willen, Steueroasen „auszutrocknen“ und die Beihilfe zur Steuerhinterziehung zu unterbinden. Dadurch wird eine Kapitalflucht deutlich erschwert. Ein zusätzlicher Anreiz zur selbstverständlichen Zahlung von Steuer sei daher nicht mehr notwendig.

Der derzeitige Rechtsstand bevorzugt Einkünfte aus Kapitalvermögen gegenüber allen anderen Einkunftsarten.

Die JU stellt sich eine aufkommensneutrale Reform vor. Das bedeutet, durch die Anwendung höherer persönlicher Steuersätze erzielte Steuermehreinnahmen sollen vollumfänglich zu einer Erhöhung des Sparerfreibetrags verwendet werden und damit vor allem Weniger-Vermögende entlasten.